Am 14. Juni 2026 wird über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) abgestimmt. Ein polarisierendes Thema, das schon jetzt die Gemüter in der Schweiz erregt und Diskussionen erweckt. Daniel Lampart, der sich nicht nur beruflich stark mit solchen Initiativen befasst, ging in seinem Referat zunächst auf die Geschichte der Migration in Relation zur Bevölkerung und Beschäftigungsquote der Schweiz ein. Er wies darauf hin, dass die jetzige Lage in der Schweiz schon mehrere Male existierte und es immer eine gute Lösung dafür gab. Auch die Entwicklung der bilateralen Verträge mit der EU und der Personenfreizügigkeit sowie die weltweite Internationalisierung zeigte er in diesem Zusammen-hang auf. Ebenso wichtig war in seinen Augen auch ein Blick in die Zukunft: Denn mit sinkenden Geburtenzahlen, einem schwächeren Wachstum der Weltbevölkerung sowie der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft dürfte es in seinen Augen schwierig werden, das erreichte wirtschaftliche Niveau zu halten, sollte die «Chaos-Initiative» angenommen werden. Abschliessend versuchte er, mögliche Auswirkungen aus gewerkschaftlicher Sicht und allgemein abzuleiten. Die an-schliessende Fragerunde, in der auch kritische Fragen aufkamen, und der traditionelle Apéro rundeten den gelungenen Abend gebührend ab.