Digitalisierung: Was macht sie mit uns?

Auf grosses Interesse stiess das Referat von Dr. Ludwig Hasler, Physiker, Philosoph und Publizist, zum Thema «Der Mensch in der Digitalisierungsmaschine» am 24. November 2017.  Das Haus der Wirtschaft war fast bis auf den letzten Platz besetzt. «Die Menschen lieben den Fortschritt, aber sie hassen die Veränderung», so Hasler. Was unterscheidet uns von den Maschinen, die nur so von Künstlicher Intelligenz strotzen? Dass wir nicht perfekt seien, so Ludwig Hasler. Menschen seien sehnsüchtig, fröhlich, depressiv und neugierig - und sie hätten eine Vergangenheit. Computer könnten alles, hätten aber keinen Schimmer vom Leben. Der Mensch begehre etwas, er könne Beziehungen aufbauen, empathisch sein und Vertrauen schenken. Wenn wir in der Zeit der Digitalisierung das Steuer nicht an die Maschinen abgeben wollen, müssten wir auf die menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten setzen, so Hasler. Oder etwas pointierter: «Wir müssen unsere Unvollkommenheit verteidigen.» Beim anschliessenden Apéro wurde der Gedankenaustausch mit dem Referenten und unter den Mitgliedern des Fördervereins intensiv gepflegt.

Hannes Schmid: «The Art of Transformation»

Fotokünstler Hannes Schmid begeisterte die Mitglieder des Fördervereins der HFW und zahlreiche Gäste mit seinem Vortrag «The Art of Transformation – Erkenntnisse aus einem bewegten Leben». «Ich bin ein Getrieber», so Hannes Schmid. Er lebte im Dschungel, fiel beinahe Kannibalen zum Opfer, lichtete die berühmtesten Rockstars ab und fotografierte für Marlboro («Marlboro-Cowboy») – um nur ein paar Stationen aus seinem Leben zu nennen. Derzeit baut er als Gründer von Smiling Gecko eine Stadt in Kambodscha. Darüber wird er am 16. November in Schaffhausen berichten. Kaum zu glauben, dass so vieles in nur ein Menschenleben passt.

https://www.srf.ch/sendungen/dok/hannes-schmid-von-einem-der-auszog-die-welt-zu-veraendern

 

Stars in Town

Die fünftägige Freiluftkonzertreihe Stars in Town inmitten der Altstadt von Schaffhausen hat sich innert weniger Jahre zu einem der schönsten und sympathischsten Festivals der Schweiz entwickelt. Was steckt hinter Stars in Town? Wie tickt die Musikszene? Adrian Brugger, Organisator, schaute mit uns am 19. Mai 2017 hinter die Kulissen und erzählte viel Spannendes über die Einzigartigkeit von Stars in Town, das Engagement der Musiker, das Risikomanagement und die Herausforderungen.

Fakten und Zahlen:

- Stars in Town gehört zu den Top 10 der Schweizer Festivals, hat sich innert sechs Jahren zur festen Kulturinstitution der Nordostschweiz etabliert und ist der grösste Kulturleuchtturm der Region Schaffhausen geworden

- Der Eventplatz «Herrenacker» gehört zu den schönsten Altstadtplätzen der Schweiz

- Die einzigartige Ambiente und die hohe Qualität machen Stars in Town zu einem der qualitativ besten und charmantesten Populär-Festivals der Schweiz

- Mit einer Kapazität von über 30 000 Besuchern hat die Veranstaltung eine attraktive Grösse

- Über 98 % der Gäste empfehlen die Veranstaltung weiter

- Der Veranstalter ist in Schaffhausen ansässig und verfügt über grosse Erfahrung im Eventmanagement

- Über 500 freiwillige Helfer unterstützen Stars in Town

- Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte haben eine hohe Priorität

- Stars in Town fördert den Standort Schaffhausen und ist ein Ganzjahresthema

Herzlichen Dank, Adrian Brugger, für diesen interessanten Einblick!

http://www.starsintown.ch/

 

Was wir von erfolgreichen Start-ups lernen können

Am Freitag, 13. Januar 2017, referierte Prof. Dr. Adrian Müller, Leitung Center for Innovation & Entrepreneurship an der ZHAW in Winterthur, über das Thema «Start-ups und was wir von ihnen lernen können». Er verstand es ausgezeichnet, das Publikum mit anschaulichen Beispielen und Aussagen zu fesseln. Insgesamt neun Unternehmen aus dem In- und Ausland untersuchte Adrian Müller auf Start-up-Charakteristika, um jeweils ein «Prinzip des Erfolgs» zu formulieren. Zum Beispiel bei der Druckindustrie Moo, die Social Media mit neuen Zielgruppen verbindet und die eigenen Kunden zum Teil des Produktions- und Wertschöpfungsprozesses macht: Hier gilt das Prinzip «Co-Create» – gemeinsam etwas Neues schaffen. Ein weiteres Prinzip lautet «Get the best!»: Jungunternehmer suchen konsequent Mitarbeiter, die besser sind es sie. Dadurch erweitern sie das Know-how im Unternehmen, gleichzeitig ziehen gute Leute weitere gute Leute an. In der Tat können wir von erfolgreiches Start-ups einiges lernen. Manchmal müssten einfach gewisse Hürden überwunden werden und neuen Denkweisen Platz machen.

Dr. Daniele Ganser
Neue Ideen können beflügeln: Prof. Dr. Adrian Müller (rechts) und Rolf Bänziger